
Erste Vorgänge erfordern synchrone Kommunikation
Synchrone Prozesse waren bisher selten gefordert. Der Gesetzgeber hielt sich zurück, und auch aus der verwaltungsfachlichen Perspektive fristeten synchron ablaufende Prozesse ein Nischendasein. Inzwischen gibt es jedoch die ersten Vorgänge, für die technische Anpassungen erforderlich werden. Ein Beispiel dafür ist der XLichtbild-Standard, mit dem Ermittlungsbehörden über die Passund Personalausweisregister Lichtbilder abrufen können. Statt erst Tage später das angeforderte Foto zu erhalten, soll die synchrone Kommunikation den sofortigen Abruf innerhalb von Sekunden ermöglichen. Auch beim Abruf von Meldebescheinigungen und Selbstauskünften sowie der Eintragung von Übermittlungssperren hat sich das Prinzip der synchronen Kommunikation mittlerweile bewährt und ist in Pilotprojekten bereits im produktiven Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung nachhaltig fortsetzen und mittelfristig alle kommunalen Verwaltungsbereiche sukzessive betreffen wird.
Die Herausforderung: Sicherheit bei der synchronen Kommunikation
Bei der synchronen Kommunikation zwischen BürgerInnen und Behörden warten die Clients jeweils auf die Antwort der anderen Seite, bis die Kommunikation abgeschlossen ist. Diese Form der Kommunikation, welche sich in Millisekunden vollzieht, erfordert bei vielen OnlineProzessen den Aufbau einer direkten Verbindung zu behördlichen Registern, aus denen die angefragte Information abgerufen wird. Dies zieht jedoch Risiken nach sich: Würde man die Register ungeschützt nach außen öffnen, könnten Nachrichten mit unbekannter Wirkung eindringen und im schlimmsten Fall verheerende Schäden an den Datenbeständen oder in der Verfügbarkeit der Systeme hinterlassen. Dieses Wagnis können und dürfen Behörden nicht eingehen.
VOIS-Protektor zur Absicherung synchroner Prozesse
Die HSH Soft- und Hardware Vertriebs GmbH, die Entwicklerin der VOIS-Plattform und -Module, hat mit dem VOIS-Sicherheitsprotektor eine Art von Sicherheitspuffer geschaffen. Dieser verhindert den unbefugten Zugriff Dritter auf die verschickten Nachrichten und sorgt durch eine sichere Verschlüsselung dafür, dass Nachrichten nicht abgefangen oder verändert werden können.
Der VOIS-Sicherheitsprotektor funktioniert nach diesem Prinzip:
Schutz durch Verschlüsselung
Die Übertragung der Daten zwischen den an der Kommunikation beteiligten Stellen ist anfällig für unbefugte Zugriffe von außen. Deshalb bedient sich der VOIS-Sicherheitsprotektor modernster Sicherheitsmechanismen auf Basis einer wirkungsvollen Verschlüsselung. Dazu verschlüsselt das System die Daten automatisch mit dem öffentlichen Schlüssel der Behörde. So kann nur diese die Informationen aus dem Protektor-Kern sicher abrufen und verarbeiten.
Großes Potenzial der synchronen Kommunikation
Die derzeit verbreiteten asynchronen Online-Services reduzieren innerhalb von Kommunalverwaltungen noch keinen Aufwand und realisieren weder interne Effizienzgewinne noch eine Entlastung des Personals. Ähnlich wie beim persönlichen Besuch der Bürgerinnen und Bürger in der Behörde vor Ort findet die Bearbeitung der Anliegen manuell und im Nachgang statt. Der Fokus der Digitalisierung lag bisher stets auf der digitalen Antragstellung auf Bürgerseite. Die synchrone Kommunikation ändert den Fokus und bringt ein enormes Automatisierungspotenzial mit sich. Durch sie wird es möglich, Anfragen zu Meldebescheinigungen und Selbstauskünften automatisiert abschließend zu bearbeiten.
Künftig wird die synchrone Kommunikation in vielen Bereichen verpflichtend werden. Kommunen können mit der Einführung des VOIS-Sicherheitsprotektors schon heute dafür sorgen, dass sie Onlinedienste auch in Zukunft rechtssicher anbieten können. Bis die synchrone Kommunikation verpflichtend wird, ermöglichen sie damit bereits heute eine enorme Optimierung ihrer Verwaltungsaufgaben und erhöhen die Servicequalität für Bürgerinnen und Bürger.

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